Löst bereits am Morgen der Gedanke an den Tagesablauf Wut oder gar Ängste aus?

Fühlen Sie sich unverstanden und ausgeliefert?

Muss ständig das Radio laufen oder tragen Sie häufig Kopfhörer?

Ziehen Sie sich mehr und mehr von sozialen Kontakten zurück?

Sind Ihnen öffentliche Verkehrsmittel ein Graus?

 


Misophonie-Therapie

Misophonie  - Selective Sound Sensitivity Syndrome/selektive Geräuschintoleranz

Wenn Wut, Hass und Angst irgendwann das Leben bestimmen

 

Geräusche, damit meine ich nicht den Straßenverkehr, den Presslufthammer oder das Kinder-lachen auf dem Spielplatz. Ich rede hier von den ganz alltäglichen Geräuschen, die vor allem von Mitmenschen ausgelöst werden. Oftmals genau von den Personen, zu denen man eine besondere emotionale Verbindung hat, wie Familie und Freunde. 

 

Geräusche wie:

 

Kauen, Schlürfen, Lippenschmatzen, Niesen, Schnäuzen, Finger knacken, Äpfel essen, atmen, ……alles was das Gegenüber so im Repertoire hat, treibt den Misophoniker zur Weissglut und einmal mit entsprechendem Geräusch getriggert (ausgelöst), befindet sich der Misophoniker in einer Art loop. Die Gedanken kreisen nur noch um die jeweils auslösenden Geräusche, Wut,

Hass oder Aggressionen sind nicht mehr zu stoppen.

 

Weil die Belastung oftmals so stark ist, fühlen sich Misophoniker manchmal regelrecht provo-ziert, was die Wut dann noch verstärkt. Des Öfteren haben Sie sogar das Gefühl, das Gegen-über kaut extra lange und schmatzt besonders intensiv.

 

Im Inneren des Misophonikers fängt es an zu brodeln, die Haut beginnt vielleicht zu kribbeln, der Bauch fühlt sich an, als hätte er soeben einen Schlag erhalten und eine Enge breitet sich im Brustraum aus. Das Geräusch wird scheinbar lauter und lauter und es entsteht der Wunsch, nur noch mit Kopfhörern durchs Leben zu gehen. Werden die auslösenden Geräusche von besonders nahe stehenden Menschen ausgelöst, ist es um so schlimmer. Statt deren Nähe genießen zu können, zieht sich der Misophoniker oft in die Isolation zurück und leidet.

 

Die meisten Misophoniker haben Vermeidungsstrategien entwickelt, um den Alltag bewältigen zu können. Beim romantischen Dinner muss vllt. im Hintergrund laute Musik laufen, oder Sie äffen die entsprechenden Geräusche nach. Sie rennen mit Kopfhörern herum, können Nachts nur mit Ohrstöpseln schlafen oder essen alleine in einem anderen Raum. In der ÖV wechseln sie häufig ihren Platz und ein Restaurantbesuch endet häufig in einer Katastrophe. 

 

Immer häufiger drehen sich die Gedanken um die einzelnen Trigger. Selbst wenn der Auslöser noch gar nicht gestartet ist, ist Ihnen bewusst, dass es gleich losgehen wird. Das ist dann schon die Angst vor dem jeweiligen Geräusch, Sie wissen natürlich ganz genau, wie der Ablauf  sein wird, d.h., Ihre Antennen sind bereits ausgerichtet.  Sie fragen sich, wie Ihr Leben weiter geht, ob es überhaupt so weiter gehen kann, denn eine Verbesserung Ihrer Situation scheint Ihnen momentan nicht möglich.

Misophonie, wenn Geräusche krank machen, Misophonie-Therapie.ch
 Ein großer Teil der Klienten, die meine Praxis besucht haben, be-richten von gravierenden Verbes-serungen zwischen 60 bis 75 %, auch nach mehr als 2 Jahren. Diese Kunden nutzen weiterhin erfolg-reich Ihre erlernten Werkzeuge und fühlen sich gut damit. 
Allein die Erkenntnis, dass Sie  Ver-änderungsmöglichkeiten haben, verschafft Ihnen  ein besseres Lebensgefühl (Rückmeldungen v. Kunden)
Weitere Klienten haben die Miso-phonie vollständig hinter sich ge-lassen.

Freundschaften zerbrechen, Partnerschaft leidet und auch die Familie fühlt sich von derartigem Verhalten mehr und mehr genervt. Der Misophoniker hat bereits einen langjährigen Leidensweg hinter sich, meist seit der Kindheit, und die Symptome haben sich verschlimmert..  Die Gedanken drehen sich vorwiegend um Vermeidungsverhalten und um die Wut auf die Mitmenschen.

 

STOPP , natürlich ist es schön, wenn Ihr Umfeld Rücksicht auf Sie nimmt, aber die Lösung ist es nicht! Wie bei jeder belastenden Lebens-situation, kann auch der Misophoniker die Lösungen nur in seinem Inneren finden. Gehen Sie also mit Hilfe von Hypnose auf Ursachen-suche, lernen Sie andere Werkzeuge, als Vermeidungsverhalten kennen und spüren Sie, wie effektiv angewandte Entspannungsübungen Ihnen weiter helfen können.

 Was aus dem Bewusstsein der meisten Misophoniker  verschwunden ist, ist die Tatsache, dass es ein Leben vor der   Misophonie gab. Wieso sollte es also kein Leben NACH der Misophonie geben?

Das bietet Ihnen meine Praxis

Ich höre Ihnen aufmerksam zu, denn ich bin selbst Misophonikerin! Wir besprechen ausführlich Ihre Symptomatik, denn jeder Misopho-niker ist mit seiner Geräuschintoleranz individuell. Sie werden erkennen, dass Sie zwar von Misophonie betroffen sind, SIE aber nicht die Misophonie sind, eine sehr wichtige Erkenntnis! Ich biete Ihnen mit Hilfe von Hypnose/Coaching die Möglichkeit, sich als Individuum und Persönlichkeit jenseits der Misophonie zu entdecken. Gemeinsam begeben wir uns auf den Weg der Ursachenforschung, des Verstehens, der Verbesserung Ihrer Lebenssituation und im besten Fall des endgültigen Loslassens. 


Misophonie - noch weitestgehend unbekannt

 

In den 90er Jahren  wurde das Phänomen Misophonie zum ersten Mal von den Neurowissenschaftlern Margret und Pawel Jastrebow geprägt. Gefolgt von dem Psychiaterteam rund um Arne Schröder (Medizinisch Akademisches Zentrum Amsterdam) wurde in 2013 gefordert, Misophonie als psychische Störung in die ICD10 aufzu-nehmen., bis heute jedoch noch nicht erfolgt.

 

Misophonie - Symptome

Nervosität, Aggressionen, Konzentrationsschwierigkeiten, körperliche Verkrampfungen, Ängste, erhöhter Pulsschlag, Herzrasen, Schwitzen, verbale Wutausbrüche...

 

Misophonie - Häufigkeit

 

Da es sich noch um eine sehr junges Beschwerdebild handelt, fehlen bisher ausreichende Studien. Die wenigen die es bisher gibt, betrachte ich eher kritisch, aufgrund der wenigen TN. Vermutet wird, dass ca. 2% der Gesamtbevölkerung, Tendenz steigend, be-

troffen ist.  Hilfe bei Misophonie

 

Schulmedizinisch noch immer weitestgehend unbekannt, stellen die meisten Misophoniker ihre eigene Diagnose. Hat das Beschwer-debild endlich einen Namen, kann sich der Misophoniker auch auf die Suche nach Hilfe begeben. Dabei geht es nicht darum, den Hass auf Geräusche zu pathologisieren, sondern dem Leiden ein Gehör zu verschaffen. Und wenn es einen Leidensdruck gibt, hat niemand das Recht dies zu bagatellisieren.  Hilfe ist also notwendig.


Misophonie und seine Ursachen

 Bisher gibt es noch keine abschließenden Studien zur Ursachenforschung. Vermutet wird jedoch, dass eine klassische „Konditionierung“ vorliegt, das heißt, irgendwann einmal, oft in der Kindheit, hat der Betroffene unbewusst ein bestimmtes Geräusch wahrgenommen, dass in irgendeiner Form an ein belastendes Erlebnis gekoppelt war oder er hat unbewusst das Verhalten nahestehender Personen übernom-men.

 

Fortan löst genau dieses Geräusch immer wieder extreme Reaktionen wie Wut, Hass oder auch Angst aus. Über die Jahre verfestigen sich die belastenden Reaktionen, werden immer stärker und beeinflussen das gesamte soziale Leben. Misophonie wird aber nicht nur durch spezielle Geräusche, sondern mittlerweile auch durch bestimmte Handlungen oder Gerüche ausgelöst. Auch diese führen zu einer Art Reizüberflutung und lösen Hass und  Wut aus.

Von der Theorie, dass Misophonie etwas mit Veränderungen, bzw. Andersartigkeiten im Gehirn zu tun haben könnte, möchte ich mich aufgrund meiner mehrjährigen Praxiserfahrungen distanzieren. Wenige Studien spielen mit dieser Option, sind in meinen Augen aber

nicht brauchbar, da nur sehr wenige Probanden daran teilnahmen.

 


Misophonie - auslösende Geräusche und Handlungen

 

Atmen, Gähen, Niesen, Apfel essen, allg. Essgeräusche, Husten, Stottern, Stammeln, Räuspern, Kaugummi kauen, Lachen, Pfeifen, Schnarchen, Klopfen, Uhren ticken, Tastaturgeräusche, Geräusche elektrischer Geräte, Finger knacken, Zappeln, Fuss-, Hand-, Finger-bewegungen, Blinzeln, Kratzen, Nasenbewegungen, Nägelkaugeräusche, bestimmte Düfte, Gerüche, all das kann einen Misophoni-ker triggern, ihn an seine Grenzen bringen, sodass er/sie die Kontrolle über Emotionen und Handlungen verliert.  Es kann zu vollkom-menem Rückzug, jedoch auch zu körperlichen Aggressionen gegen Personen kommen. 

 

Für das auslösende Verhalten ist es vollkommen gleichgültig, ob die Geräusche laut oder leise sind, ob die mimischen oder gestischen Bewegungen intensiv oder nur schwach wahrnehmbar sind. Der Misophoniker ist einfach auf den entsprechenden Auslöser getriggert.

Erst einmal im Gehirn konditioniert, kann es dazu führen, dass bereits die Angst vor dem Auslösen des Verhaltens zur entsprechenden aggressiven Reaktion führt. Emotionen verselbständigen sich, die Wut nimmt ihren Lauf. Oftmals entwickeln sich begleitende Ängste und emotionale Belastungen bis hin zur Depression. Letzteres führt schnell zur Verschreibung von Anti-Depressiva, was gut überlegt sein sollte.

 

 

Misophonie - Selbstschutz und Vermeidungsverhalten


 

Die meisten Misophoniker haben schon Angst vor der auslösenden Handlung, obwohl diese noch gar nicht eingetreten ist. Folge ist, dass

 z.B. Betroffene keine Mahlzeiten mehr mit der Familie/Freunden/Kollegen einnehmen oder sich mit Ohrstöpseln durch's Leben bewe-

gen. Sie ziehen sich zurück, essen alleine in einem Raum, isolieren sich in Arbeitspausen, nehmen immer weniger am gesellschaftlichen Leben teil. All das ist verständlich und nachvollziehbar. Doch bleibt die Frage, wie stellen Sie sich die Zukunft vor? Was wünschen Sie sich für Ihren weiteren Lebensweg? "Spinnen" Sie doch einfach mit Ihren bisherigen Erfahrungen in die Zukunft! Sind Sie bereit für Verände-rungen?