"Diagnose Misophonie"

...Klassifikation von Krankheiten. Mit Hilfe der ICD sollen weltweit anerkannte Standards geschaffen werden, an die sich alle Mediziner und Psychologen halten müssen. Gleichzeitig soll sie eine Hilfestellung zu einer weltweit einheitlichen Diagnosestellung sein. Und doch ist eine Art „Schubladisierung“ nicht ganz von der Hand zu weisen.

Ich habe mich vor einigen Jahren auf Misophonie-Therapie spezialisiert, da ich selbst betroffen, und wie so ziemlich jeder Misophoniker, auf Miss- bis Unverständnis gestoßen bin. Tatsächlich waren bisher nur Klienten in meiner Praxis, die sich ihre „Diagnose“ selbst gestellt haben und auf der Suche nach Unterstützung auf Nichtwissen oder Psychopharmaka trafen.  Manche Klienten treffen in HNO-Praxen auf Vorgehensweisen, wie sie bei Tinnitus oder Phonophobie angewandt werden. Hier ist meine bisherige Erfahrung, dass es sich lediglich um Symptomvermeidung/-bekämpfung handelt.

 

Doch jede „Krankheit“, wie auch Misophonie, wenn man selbige als Krankheit bezeichnen will, hat eine Ursache. Solange hier das Augenmerk nur auf die Symptome gelegt wird, die Ursache weiter im Hintergrund arbeitet, kann es sich immer nur um kurzfristige Entlastungen handeln. Ich bin eine Verfechterin der Ursachenforschung und meine Praxiserfahrungen zeigen, dass es absolut sinnvoll ist, sich auf den Weg in die Vergangenheit, in die ursprünglichen Auslöser, zu begeben.

 

Hypnose ist der direkte Weg zu Ihrer persönlichen Festplatte, wo alle ursächlichen Situantionen/Handlungen, gepaart mit Emotionen, abgespeichert sind. Ich behaupte nicht, dass Hypnose jede Misophonie eliminiert, die Trigger lassen sich jedoch in jedem Fall minimieren und im besten Fall, tatsächlich auflösen.