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Misophonie ist "lernbar"

Nach heutigem Kenntnisstand ist Misophonie nicht vererbbar, sehr wohl aber lernbar. Die meisten Misophoniker sind in der Kindheit oder im Teenageralter mit den ersten Triggern gestartet.  Es gab eine stressbelastete Situation, die wahrscheinlich aus heutiger Sicht eher harmlos erscheint, doch damals war es sehr belastend. Unbewusst hat das Kind versucht, sich aus dieser Situation heraus zudenken, zu fliehen, sich abzulenken und rein zufällig wurde ein bestimmtes Geräusch besonders stark wahrgenommen oder diente sogar als Ablenkung. Sie haben sich darauf fokussiert um den Stress im Inneren, die Ängste ausschalten zu können und die Belastung war tatsächlich niedriger.

 

In der Folgezeit schaltete sich Ihr Unbewusstes ein, der Teil in Ihnen, der Emotionen verarbeitet und abspeichert. Und Ihr Unbewusstes war nun Ihr Verbündeter, immer wenn emotionaler Stress auftauchte, spielte das "Ablenkungsmanöver auf Geräusche" und so entstand ein Muster, Ihr erster Trigger. Sie haben den Trigger erlernt. Genauso entwickelte sich dieser weiter, andere Geräusche kamen in emotional belasteten Situationen dazu, auch diese Trigger wurden unbewusst erlernt. Alle Auslöser haben sich so verfestigt und sind heute, im Erwachsenenalter leider keine Hilfe mehr, sondern eine grosse Belastung. Mit Misophonie-Therapie und unterschiedlichsten Ansätzen, wie Hypnose , Entspannung erlernen, aber auch mit lösenden Gesprächen, können Sie Triggern die Macht nehmen, im besten Fall die Misophonie lösen.